4. „Gärtnerei-Straße“ statt Künstlerin in der Kulturhauptstadt 2025

In der Stadtratssitzung am 08.03.2017 wurde vom Stadtrat der Beschluss zur „Erhöhung des Anteils weiblicher Straßennamen in Chemnitz“ mehrheitlich bestätigt. Dieser Beschlussantrag legt fest, bei neu zu vergebenden oder zur Umbenennung bestehender Straßennamen, Frauen vordringlicher zu berücksichtigen.

Christin Furtenbacher, Sprecherin für Gleichstellung der Bündnisgrünen bringt ihr Unverständnis zur gestrigen Stadtratsentscheidung zum Ausdruck: „Chemnitz ist Kulturhauptstadt 2025 und wir bringen es im Stadtrat nicht fertig, eine Straße nach einer verdienten Künstlerin zu benennen. Nein, es wird in Chemnitz die vierte Straße mit dem Zusatz „Gärtnerei“ geben, die wir nun im Stadtteil Ebersdorf begrüßen dürfen.

Bürgerbeteiligung ist wichtig und Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern müssen ernsthaft diskutiert werden. Es ist aber auch Tatsache, dass ein gültiger Stadtratsbeschluss existiert, dem wir uns als demokratisch gewähltes Gremium verpflichtet haben. Es ist ein Beschluss, der die Wertschätzung gegenüber den Leistungen von Frauen in den Fokus nimmt und der eine Selbstverständlichkeit des 21. Jahrhunderts beim Namen nennt. Der Stadtrat in Chemnitz hat sich gestern einmal mehr von einem ausgewogenen Verhältnis deutlich entfernt. Straßenschilder markieren öffentliches Gedenken, und nun fehlt uns wieder ein Stück mehr Wertschätzung und Erinnerung an Leistungen von Frauen im öffentlichen Raum.“

Pressemitteilung vom 22.07.2021

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