Fliegen ab Jahnsdorf ist kein Teil öffentlicher Daseinsvorsorge

Mit der aktuellen Diskussion um die wiederkehrend rückläufige Auslastung des Verkehrslandeplatzes Jahnsdorf wird erneut die Notwendigkeit dieses Kleinflugplatzes infrage gestellt.

Der Fraktionsvorsitzende Thomas Lehmann erklärt dazu:
„In Leipzig, Dresden und Prag gibt es große Flughäfen. Diese sind über die Autobahn gut erreichbar. Nach Leipzig und Dresden in nur 45 Minuten. Anständige Zuganbindungen dorthin sollten, gegenüber einem auf Dauer zu subventionierenden Kleinflugplatz, Vorrang haben. Wenn mehr Geschäftsflieger diese Bahnen nutzen, steigt sicherlich auch wieder deren Attraktivität.“

Die Stadt Chemnitz – als Mitgesellschafterin in der Flughafengesellschaft – steuerte jährlich für den laufenden Geschäftsbetrieb etwa 130.000 Euro an Steuergeldern bei. Der Zuschussbedarf dürfte angesichts sinkender Auslastung weiter steigen.

Dazu sagt der für Verkehrs- und Umweltpolitik zuständige Stadtrat Bernhard Herrmann:
„Es ist bezeichnend, dass sich die AfD für die wenigen Geschäftsflieger einsetzt und sogar noch weitere Investitionen in dieses Millionengrab fordert. Chemnitz sollte sich – wie schon lange von uns Grünen gefordert – vielmehr schrittweise aus der Betreibergesellschaft zurückziehen. Teure Flüge für einige Wenige, sind eben nicht Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Solch ein Angebot ist privat zu finanzieren.“

Pressemitteilung vom 22.06.2017

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