Die Fraktion auf der Treppe des Rathauses

GRÜNE Stadträtinnen für Einkommensgerechtigkeit und Chancengleichheit

EPD Logo mit BPW-Zeile 120104 schwarzStatistisch betrachtet müssten Frauen im Durchschnitt bis zum 20. März arbeiten, um das gleiche Vorjahresgehalt von Männern zu erzielen. Der 20. März ist deshalb der Equal-Pay-Day.

Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer und frauendominierte Berufe sind meist schlechter bezahlt. Zudem müssen mehr Frauen als Männer mit Minijobs und Teilzeitarbeit vorlieb nehmen. Die Einkommensunterschiede steigen mit zunehmendem Alter.

GRÜNEN-Stadträtin Meike Roden kommentiert:

„Im Jahr 2015 erhalten Frauen noch immer nicht den gleichen Lohn, obwohl sie bessere Schul- und Studienergebnisses zeigen und zunehmend besser qualifiziert sind, als ihre männlichen Altersgenossen. Das Prinzip der Lohngleichheit ist seit Gründung der Europäischen Gemeinschaft Vertragsgegenstand. Aber Deutschland ist noch immer Schlusslicht in Europa. Mindestlohn und Frauenquote sind wichtige Schritte, aber es bleiben strukturelle Hindernisse, die das Lohngefälle begünstigen – vor allem im Steuersystem und im Sozialversicherungssystem.“

Stadträtin Christin Furtenbacher ergänzt:

„Eine weitreichende Folge ungleicher Bezahlung ist Altersarmut von Frauen. Chemnitz ist aufgrund seiner Demografie in besonderem Maße davon betroffen. Daher ist es selbstverständlich auch kommunale Aufgabe, Voraussetzungen für Chancengleichheit zu schaffen. Der Aktionsplan für die Europäische Charta für Gleichstellung auf lokaler Ebene sollte deshalb zeitnah vom Stadtrat verabschiedet und konsequent umgesetzt werden.“

Ein großer Teil der Lohnlücke geht auf berufliche Unterbrechungen für Sorge- und Pflegeaufgaben zurück. Noch immer obliegt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vornehmlich Frauen, obwohl immer mehr Männer auch ihren Beitrag zur Familienarbeit leisten wollen, gern Teilzeit arbeiten und Elternzeit nehmen würden. Dazu Christin Furtenbacher:

„Echte Chancengleichheit erreichen wir erst, wenn es völlig selbstverständlich ist, dass Männer zugunsten ihrer Familie und Angehörigen Arbeitszeit einschränken. Dass Karriere und Familie für beide Geschlechter vereinbar sein können, zeigen uns unsere skanidnavischen Nachbarländer. Dafür braucht es eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeitmodelle und eine Überwindung von stereotypen Rollenvorstellungen.“

Zum Aktionstag am Freitag, 20.3.2015 beteiligen sich die Stadträtinnen Christin Furtenbacher und Meike Roden an einer Aktion der Chemnitzer GRÜNEN von 14 Uhr bis 15.30 Uhr vor dem Roten Turm.

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