Gutachterverfahren als Chance verstehen

Gutachterverfahren als Chance verstehen

Die intensive Diskussion über die Weiterentwicklung der Innenstadt begrüßen wir.
Das ist auch der Vorteil eines Gutachterverfahrens. Die Ergebnisse müssen nicht 1 zu 1 umgesetzt werden.
Am Siegerentwurf kann die Verwaltung gemeinsam mit vielen Akteuren weiterarbeiten.
Im Siegerentwurf stecken sehr gute Ideen. Diese dürfen jetzt nicht zerredet werden.

Dazu der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Thomas Lehmann: „Die Diskussion fokussiert sich derzeit zu stark auf mehr Einzelhandel
und das am Stadthallenpark entworfene Gebäude. Es sollte lieber weiter am Kern des Entwurfs gearbeitet werden. Mehr kleinteilige Wohnbebauung entlang kleiner Gassen.“
Die Innenstadt ist nur halb so dicht besiedelt wie der Kaßberg.
Dazu Lehmann weiter: „Das ist einer der entscheidenden Gründe, warum nach 20 Uhr nur noch wenige Menschen auf den Straßen und Plätzen zu sehen sind. Wenn mehr Leute im Zentrum wohnen, werden der kleinteilige Einzelhandel und die Gastronomie automatisch profitieren.“

Der zweite entscheidende Schwerpunkt des Entwurfs ist die Neugestaltung der Brücken- und Theaterstraße.
Thomas Lehmann: „Die Brückenstraße muss endlich zu einer Brücke vom Zentrum zum Bahnhofsviertel und Brühl entwickelt werden, statt länger Barriere zu sein. Den Straßenraum gilt es einzuengen, interessanter zu gestalten und einen Innenstadt-Straßenbahnring zu bauen. Schon das wird die Stadt vor große finanzielle Herausforderungen stellen. Eine eventuelle Umgestaltung der Ränder des Stadthallenpark wird wohl eher noch lange in den Schubladen liegen.“

Es ist genug Zeit vorhanden, eine sinnvolle, von möglichst vielen Bürgern getragene Variante zu finden. Die Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sieht es als Pflichtaufgabe der Verwaltung an, breite Mitwirkungsmöglichkeiten für die Chemnitzer Bevölkerung zu organisieren und innerstädtische Grünanlagen möglichst zu erhalten, wenn es um eventuelle Veränderungen am Stadthallenpark geht.

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