Kein schöner Zug: Wann kommen die neuen Wagen für den RE6?

Attraktiver, moderner, zuverlässiger. Vom ersten Quartal 2019 an werden bei dem Regionalexpress modernisierte Wagen eingesetzt und damit die veralteten aus dem Bestand der früheren Deutschen Reichsbahn ersetzt. Das geht aus einem Konzept bis 2027 hervor, das der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) im Juli 2018 in Chemnitz vorstellte. Nun wurde bekannt, dass entgegen dieser Aussagen doch nicht mit moderneren Wagen zu rechnen sei.

Zum aktuellen Stand äußert sich Grünen-Stadtrat Tobias Tannenhauer:
„Das Hin und Her beim Thema Wagenmaterial auf dem RE 6 ist nicht mehr ernst zu nehmen und kann auch keinem Menschen vermittelt werden. Im gefühlten Monatsrythmus kommen neue Meldungen zu diesem Thema, die zumindest keine wirkliche Strategie im Sinne der Reisenden vermuten lassen. Gerade weil die neuerlichen Aussagen der Deutschen Bahn zur Eisenbahninfrastruktur und dem damit verbundenen Fernverkehr in Chemnitz mehr als ernüchternd sind, ist ein zeitgemäßer Nahverkehr zum nächsten Fernbahnhof umso wichtiger. Für viele Leute ist der RE 6 auf Grund seiner Fahrzeuge entweder gar nicht oder nur mit deutlichen Erschwernissen nutzbar. Wenn die Elektrifizierung nun noch mindestens 10 Jahre Zeit in Anspruch nehmen soll, müssen die Verantwortlichen bei den Bestellern und im Ministerium nach der Elektrifizierung eben die Zugfahrzeuge tauschen. Das muss zumindest schnellstens geprüft werden. Die heiße Kartoffel von einer Hand zur anderen zu werfen führt zu nichts.“

Erst nach Drängen der Verkehrspolitiker von Kommune, Bund und Land hatte sich der VMS zu einer Lösung durchgerungen. Nun stockt das Projekt jedoch zunächst weil betroffene Partner ausgestiegen seien. „Nachdem unsere Fraktion im Stadtrat intensiv nachgehakt hat, kamen keine aussagekräftigen Informationen“, mahnt der Stadtrat.

„Bund und Länder stecken seit Jahren viel Geld in die Infrastruktur von Bahnhöfen zum barrierearmen Ausbau, doch wem hilft das, wenn es den Zugreisenden nicht mal gelingt, den Zug zu betreten, um den nächsten Bahnhof zu erreichen“, äußert sich Tannenhauer abschließend.

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