Manuela Tschök-Engelhardt vor einer Straßenlaterne mit Natriumdampflampe

Knapp ein Drittel der Straßenlampen in Chemnitz auf LED umgestellt

BÜNDNISGRÜNE: Umstellungstempo kann steigen

Vor über 8 Jahren beschloss der Stadtrat, dass Chemnitz als erste deutsche Großstadt die komplette Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie umstellt. Denn LED verbrauchen nicht nur weniger Energie, sondern halten auch länger und müssen weniger gewartet werden.

Die BÜNDNISGRÜNE Fraktionsgemeinschaft hat zur Umstellung im Stadtrat nachgefragt: In Chemnitz gibt es mit Stand 31.12.2022 24.435 elektrische Lichtpunkte. Knapp ein Drittel der Leuchten wurde bis Ende 2022 auf LED umgestellt (ca. 7.000 Leuchten). In den nächsten beiden Jahren sollen weitere 2.200 Leuchten folgen. Auch das Thema Insektenfreundlichkeit wird berücksichtigt: Bei der Stadtbeleuchtung Chemnitz sind seit 2017 nur warm- oder neutralweiße LED-Leuchten mit nur geringem kurzwelligen Strahlungsanteil im Einsatz.

Manuela Tschök-Engelhardt, Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Klimaschutz und Umwelt, freut sich über den Fortschritt: „Hier hat sich die Initiative der damaligen BÜNDNISGRÜNEN Ratsfraktion gelohnt. Das Tempo bei der Umstellung sollte jedoch erhöht werden. 2000 Umstellungen im Jahr sind realistisch – zumal der Umbau technologisch einfacher geworden ist. Mit LED können viel Energie und damit viele Kosten gespart werden. Stärker als bisher sollte auch der Einsatz von Bewegungsmeldern und Dimmern geprüft werden. In wenig befahrenen Straßen braucht es volle Beleuchtung nur, wenn Bewegung in den Straßenraum kommt.“

Tschök-Engelhardt unterstreicht die Bedeutung der insektenfreundlichen Beleuchtung: „Unsere Städte sind wichtige Lebensräume für Insekten. Geht es den Insekten gut, profitiert die gesamte Biodiversität der Region. Insektenschutz geht alle an und darf nicht nur als Sache der Landwirtschaft abgetan werden. Auch in den Städten haben wir vielfältige Möglichkeiten, dem Verlust an Artenvielfalt zu begegnen. Der Verzicht auf UV-haltige Leuchtmittel und Minimierung der Farbtemperatur (≤ 3000 Kelvin) des Lichtes sind häufig praktizierte Möglichkeiten. Auch ein zeitlicher Verzicht auf künstliche Beleuchtung kann die Belastung für Insekten senken, z.B. mit Bewegungsmeldern. Jenseits der Straßenräume im Bereich öffentlicher Park- und Grünanlagen sollte eine naturschutz- und umweltfreundliche Beleuchtung zwingend bereits in der Planung berücksichtigt werden.“

Die Fragen und Antworten finden Sie hier.

Pressemitteilung vom 06.02.2023

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