Eine Person steuert die Wärmeversorgung ihres Hauses mit Tablet

Kommunale Wärmeplanung auch für Chemnitz

Verunsicherung entgegenwirken – gemeinsam nachhaltige Lösungen entwickeln

Im März dieses Jahres hatte die Fraktionsgemeinschaft Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Chemnitz einen Antrag eingereicht, mit dem die Stadtverwaltung beauftragt werden soll, die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung zu planen.

Manuela Tschök-Engelhardt erläutert das Anliegen der Fraktionsgemeinschaft: „Der Streit um das Gebäudeenergiegesetz hat viele Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer verunsichert. Wer ein Haus besitzt, braucht schnell Klarheit, ob und mit welchem System ein Heizungsumbau in Zukunft sinnvoll ist. Mit der kommunalen Wärmeplanung wollen wir dabei unterstützen, die jeweils passende Perspektive für die künftige Wärmeversorgung entwickeln zu können. Wo sind Anschlüsse an die Fernwärme möglich? Wie können objektübergreifende Lösungsansätze für ganze Quartiere aussehen? Gerade in Chemnitz, wo historisch bedeutsame Bausubstanz und auch kältere Witterung zusammenkommen, drängen wir auf gemeinsame kluge Antworten, die im jeweiligen Stadtgebiet künftig gut funktionieren. Die Eigentümer und Genossenschaften sollen mit den Entscheidungen nicht allein gelassen werden. Auch die Mieter müssen vor Überforderung geschützt werden. Die kommunalen Gebäude sollen mit in den Blick genommen werden.“

Die Stadtverwaltung hat inzwischen auf den Antrag der Bündnisgrünen Fraktionsgemeinschaft geantwortet: Es sei geplant, gemeinsam mit Unterstützung der Eins Energie in Sachsen GmbH & Co. KG und weiteren Partnern eine kommunale Wärmeplanung noch dieses Jahr in Auftrag zu geben. Ein entsprechender Förderantrag wurde eingereicht. Nach Aussage der Verwaltung sei Eile geboten, denn Kommunen wie Chemnitz werden voraussichtlich gesetzlich zu einer Wärmeplanung verpflichtet. Dann sei von einem Wegfall der Förderung auszugehen.

Manuela Tschök-Engelhardt begrüßt das zügige und bedachte Vorgehen der Verwaltung: „Damit ist das Anliegen unseres Antrages auf den Weg gebracht. Die Wärmewende im Gebäudebereich ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zu einer erneuerbaren Energieversorgung. Die Kommunalen Wärmeplanung ist auch ein wesentlicher Bestandteil des Integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Chemnitz, welches dem Stadtrat am kommenden Mittwoch zum Beschluss vorliegt.“

Antrag der Fraktionsgemeinschaft Bündnis 90/Die Grünen „Kommunale Wärmeplanung“ und Antwort der Verwaltung

Integriertes Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Chemnitz (siehe Punkt 5.1.2 Kommunale Energieplanung)

Ein Beispiel für einen bereits umgesetzten kommunalen Wärmeplan ist der Wärmeplan der Stadt Rostock (PDF)

Pressemitteilung vom 26.06.2023

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