Schmerzliche Einschnitte im Chemnitzer Eissport infolge versäumter Energiewende

Der enorme Kostendruck infolge der Energiekrise führt dazu, dass Eissportvereine in diesem Winter auf die Trainingshalle verzichten sollen und so der Trainingsbetrieb mit den verbleibenden zwei Eisflächen (Eisschnelllaufbahn und Eissporthalle) eingeschränkt werden muss.

Dazu sagt Bernhard Herrmann, energiepolitischer Sprecher der Fraktionsgemeinschaft: „Dass uns die Verknappung von Gaslieferungen infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine so hart in sämtlichen Lebensbereichen trifft, ist Folge verfehlter Investitionspolitik auf Bundes-, Landes- aber auch kommunaler Ebene. Der Chemnitzer Eissport bekommt dies nun schmerzlich zu spüren. Am Chemnitzer Eissportkomplex wird es sichtbarer als anderswo in der Stadt: Ohne preiswerten Solarstrom explodieren die Kosten derart, dass nun sogar der Eissport als Ganzes gefährdet scheint. Es ist ein eklatantes Versäumnis, ein Ergebnis verfehlter Sparpolitik, dass hier an den Hallendächern und -wänden nicht schon seit Jahren das Potential preiswerten Solarstroms erschlossen worden ist.“

Christin Furtenbacher, Aufsichtsrätin der Eissport- und Freizeit GmbH Chemnitz ergänzt: „Die Gespräche mit den Vereinen müssen schnellstmöglich und zielführend fortgeführt werden. Es müssen gemeinsam kurzfristige Lösungen wie beispielsweise die Errichtung von Kunsteisflächen entwickelt und gleichzeitig die notwendigen Investitionen in Solaranlagen auf den Weg gebracht werden. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen der kommenden kalten Monate, sind alle Teile der Gesellschaft gefordert und mit harten Einschränkungen konfrontiert. Wir danken den Sportvereinen, die unter den schmerzlichen Einschnitten zu Dialog und Kompromisssuche bereit sind.“

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