Strategie Stadtgrün

Aus dem Redebeitrag zur Stadtratssitzung 30.10.2019 zum Antrag Stadtgrün: Mit Martin Luther wird folgendes Zitat in Verbindung gebracht: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“.  Mit diesem sympathischen Spruch möchte am Vorabend des Reformationsfestes bei Ihnen um Zustimmung zu unserem Antrag werben.

Bäume sind wahre Alleskönner. Sie filtern Schadstoffe aus der Luft, spenden Schatten, wandeln Kohlendioxid in Sauerstoff um, schlucken Staub, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und kühlen unter ihrem Blätterdach. Die grüne Farbe der Blätter in ihren verschiedenen Varianten wirkt sich nachweislich positiv auf die Menschen in der Stadt aus. Die richtigen Bäume gehören auf jeden Schulhof, Spielplatz und in jeden Kindergarten. Vielen  Bäumen in Deutschland geht es schlecht, vielen Bäumen in Chemnitz geht es schlecht. Die Zahl von fast 2.500 abgestorbenen Stadtbäumen zeigt das Bild der dramatischen Gesamtsituation unseres Großgrüns. In diesem Jahr hat die Stadt Chemnitz 323 Bäume gepflanzt. Im nächsten Jahr sollen 500 Bäume gepflanzt werden. Das ist viel zu wenig, wenn für den Zeitraum von einem Jahr 2.500 abgestorbene Bäume im Stadtgebiet gezählt werden. Trotzdem ist Hysterie hier fehl am Platz, weil die Steuerzahler auch den Anspruch haben dürfen, dass wir mit den uns anvertrauten Mitteln das RICHTIGE tun. Die Städte und Gemeinden stehen angesichts zunehmender Trockenperioden vor der Herausforderung die Ressourcen, Arbeit und Wirtschaft bei der Pflege von öffentlichem Grün anzupassen. Ziel muss es sein, den Pflanzungen ein überlebensfähiges Wachstum zu ermöglichen. Auf der Basis einer Strategie können wir in den nächsten Jahren die richtigen Bäume pflanzen und die richtige Pflege und Bewässerung durchführen, gleichzeitig ist die Stadt Chemnitz damit ein wertvoller Berater und  Partner für die Chemnitzer Grundstückseigentümer.

Stadträtin Manuela Tschök-Engelhardt Es gilt das gesprochene Wort.

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