Bernhard Herrmann

Einrichtung von Tempo-30-Zonen auf Anwohnerwunsch leichter möglich

Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßt die Möglichkeit zur Verkehrsberuhigung in Anwohnerstraßen längs der ausgebauten B 174

Laut einer Antwort des Tiefbauamts auf eine Petition von Anwohnern an der Zschopauer Straße, zwischen Otto-Thörner-Straße und Südring, ist nun eine bisher unter verkehrsrechtlichen Gesichtspunkten abgelehnte Einrichtung einer Tempo-30-Zone doch möglich. Die von den Menschen vor Ort gewünschte Verkehrsberuhigung betrifft die Anwohnerstraße, die mit dem Ausbau der B 174 hinter den Schallschutzwänden im Abschnitt Zschopauer Straße neu entstanden ist.

Stadtrat Bernhard Herrmann stellt dazu fest:

„Durch den massiven Ausbau der B 174 haben sich nicht nur die Lärmbelastungen stadtauswärts für die Menschen in Kleinolbersdorf erhöht. Auch die Anlieger des innerhalb der Stadtgrenzen gelegenen Straßenabschnitts sind durch größeres und beschleunigtes Verkehrsaufkommen, durch streckenweise schlecht lärmdämmende Betonwände sowie durch neu entstandene Verkehrsflächen der Anwohnerstraßen alltäglichen Mehrbelastungen und auch Zusatzaufwendungen ausgesetzt.“

Der offensichtlich enorme Kostendruck beim Ausbau der Zschopauer Straße
wirkt sich unter anderem in Folgendem aus:

–    vor Ort klar wahrnehmbare, unzureichende Schalldämmung der Betonwände,
–    Geschwindigkeitserhöhung durch Versetzen des Ortseingangsschildes in Richtung Stadt verursacht zusätzliche Verlärmung,
–    neugeschaffene Anwohnerstraßen müssen – entgegen dem Verursacherprinzip – durch die Anwohner im Winter selbst beräumt werden.
Herrmann stellt dazu fest:

„Ausgehend von diesen Zumutungen, die Straßenausbaumaßnahmen dieser Art immer mit sich bringen, sollten die Anwohner bisher auch noch hinnehmen, dass die nahe vor Ihren Haustüren verlaufende, neu gebildete Anwohnerstraße nicht verkehrsberuhigt werden kann. Das wurde von der Stadtverwaltung noch im März so vertreten, gegen den ausdrücklichen Wunsch der Anlieger und der örtlichen Behinderteneinrichtung sowie trotz der gerade an Wochenenden starken Frequentierung durch Spaziergänger und Radfahrer.“
laermaktion
Mit der Antwort der Stadtverwaltung auf die Petition der Anwohner wird wenigstens die gewünschte Verkehrsberuhigung durch Einrichtung einer Tempo-30-Zone nun bestätigt und soll zum Jahresende 2015 in den städtischen Gremien beschlossen werden.

Dazu Herrmann:

„Es ist gut, dass den berechtigten Interessen der Anwohner zur Erhöhung der Sicherheit und zur Verkehrsberuhigung nun wenigstens in diesem Belang entsprochen wird. Andere durch den Straßenausbau geschaffene Probleme bestehen weiter und müssen nun ebenfalls im Dialog mit den Betroffenen vor Ort einer Lösung zugeführt werden.“

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