Volkmar Zschocke vor einem Fahrplan
Volkmar Zschocke vor einem Fahrplan

Fahrplanwechsel bei der CVAG – Kernangebot aufrecht erhalten und Mobilitätsangebot absichern

Zum jährlich anstehenden Fahrplanwechsel am 11. Dezember hat die CVAG diese Woche mitgeteilt, dass der seit Anfang Oktober gültige, ausgedünnte Fahrplan bis auf Weiteres bestehen bleibt. Damit trägt der
Verkehrsbetrieb der nach wie vor angespannten Personalsituation Rechnung, die vor der Reduzierung des Angebots zu Fahrtausfällen geführt hatte. In der Konsequenz fahren Busse und Bahnen außerhalb der
Kernzeiten nur noch im 20- oder gar 30-Minuten-Rhythmus, was insbesondere auf stark nachgefragten Linien teilweise zu erheblich überfüllten Fahrzeugen führt.

Volkmar Zschocke, Stadtrat und Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität, erläutert, dass die Entscheidung einmal mehr die Brisanz der aktuellen Situation im ÖPNV unterstreicht.
„Chemnitz braucht einen leistungsfähigen und barrierearmen ÖPNV, da für viele Menschen die tägliche Mobilität von einem guten Angebot abhängt. Es ergibt allerdings wenig Sinn, stets nur zu kritisieren, was bei der CVAG gerade nicht funktioniert. Stattdessen ist es unsere gemeinsame Verantwortung, das kommunale Verkehrsunternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Dazu gehört eine belastbare finanzielle Basis, Wertschätzung für die Leistungen des Fahrpersonals und der gesamten Belegschaft, interessierter Berufsnachwuchs in Verbindung mit attraktiven Arbeitsbedigungen sowie planbare Fördermittelperspektiven.“

Mit Blick auf die Überlastung einzelner Linien wie 31oder 62/72 insbesondere in den zeitigen Abendstunden verweist Zschocke auf Leipzig:“Dort wird bei vergleichbaren Personalproblemen die Taktung stark nachgefragter Linien aufrechterhalten und stattdessen bei randstädtigen Verbindungen reduziert. Ziel muss es sein, dass die im Nahverkehrsplan festgeschrieben Bedienstandards schnellstmöglich erreicht werden. Hierzu sollten Stadt und CVAG auch die Kommunalpolitik einbeziehen, um weitere Ansätze zu diskutieren.“

Pressemitteilung vom 12.12.2022

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